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Modellkommunen
Übersicht der Modellkommunen: Soltau

Beteiligung an der Entwicklung des Leitbildes Spielraum Soltau


Organisation: Stadt Soltau
Poststraße 12
29614
Soltau
Niedersachsen
Ansprechpartner: Frau Marion Kreutzer
Website: http://www.soltau.de/


Projektinhalt
Die Stadt Soltau in der Lüneburger Heide liegt zentral im sogenannten Elbe-Weser-Dreieck, also in der Mitte der Ballungszentren Hamburg, Bremen und Hannover. Mit rund 22.000 Einwohnern ist Soltau als Mittelzentrum zweitgrößte Stadt im Landkreis Soltau-Fallingbostel.

Der Spielraum Soltau lässt sich in einem Leitbild sowohl räumlich als auch inhaltlich als realisierbare Vision darstellen:
Der Spielraum ist ein Gebiet, in dem zahlreiche Bereiche des alltäglichen Lebens und auch besonderer Einrichtungen und Veranstaltungen spielerisch gefasst sind. In der Innenstadt und im Böhmepark verbinden Spielstationen drei markante Punkte der Stadt, den Georges-Lemoine-Platz als Veranstaltungsort und Begegnungsstätte für Jung und Alt, das Spielzeugmuseum mit dem interaktiven, erfahrungsorientierten museumspädagogischen Ansatz und die Filzwelt, einem spielerischen Informationszentrum, das in eine Fabrik integriert ist, in der aktuell noch verschiedene Filze industriell hergestellt werden.
Für die Einwohner der Stadt wird die Lebensqualität gehoben, weil das Angebot für alle Generationen, familienfreundlich und barrierefrei konzipiert ist.


Projektdurchführung

Foto: Stadt Soltau

Stärken und Schwächen wurden analysiert, Zukunftsvisionen und Lösungsansätze entwickelt. Die Jugendlichen bauten Modelle, schrieben Lieder, drehten Filme und stellten diese einer breiten Öffentlichkeit vor. Die jeweilige Beteiligungsform (Workshop, AG, Projekttag) war individuell abgestimmt auf die Gegebenheiten in den einzelnen Schulen.

Projektergebnisse:
Die Ergebnisse sind z.B. eine buntere Bepflanzung in der Innenstadt oder eine Beachvolleyballfeld mit Treffmöglichkeiten mitten in der Innenstadt. Titel: Ideenwerkstatt Innenstadt

Auftakt für die Kooperation „Spiel!platz ist überall!":
Ein weiteres Projekt war die Umgestaltung eines Bauwagens zu einer „Spielbox“. Hier können sich heute alle spielbegeisterten großen und kleinen BesucherInnen mitten in der Fußgängerzone verschiedene Spielgeräte ausleihen und sich im gesamten Innenstadtgebiet damit beschäftigen. So wird das Einkaufserlebnis insbesondere für Kinder zu einem spannenden Erlebnis. Die Betreuung des Projektes wird von Minerva – einer Werkstatt für behinderte Menschen - übernommen.

Soltaus Baugebiete werden besonders kinder- und familienfreundlich gestaltet. Es werden besondere Spiel- und Treffmöglichkeiten geschaffen, an denen sich möglichst viele Generationen begegnen und austauschen können. Eine familienfreundliche Preisstaffelung bietet Familien mit mind. drei Kindern oder der Absicht mit mehreren Generationen unter einem Dach zu wohnen die Möglichkeit, günstiges Bauland zu erwerben.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Foto: Stadt Soltau

Kindern und Jugendlichen wurde in projektbezogener Form Gelegenheit gegeben, ihre Ideen zur Leitbildentwicklung einzubringen.
Kinder und Jugendliche waren/sind auch an der Umsetzung und Weiterentwicklung der Projekte beteiligt. In einer großen schulübergreifenden Veranstaltung wurde der aktuelle Stand des Leitbildes Spielraum Soltau ca. 450 SchülerInnen vorgestellt. Auch hier konnten sie aktiv mitwirken und drei Objekte auswählen, die als „Startschuss“ kurzfristig umgesetzt wurden.




Projektchronologie: Umsetzungsschritte

Foto: Stadt Soltau

Leitbild- und Stadtentwicklung sind Prozesse, die sich ständig weiterentwickeln. Das Ziel der Stadt Soltau ist es, Beteiligungsformen zu entwickeln, die es möglichst vielen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, diesen Prozess zu begleiten und ihn aktiv mitzugestalten.
Weiterhin soll möglichst viel in Projekten zu unterschiedlichen Themen und Schwerpunkten gearbeitet werden. Projekte bieten durch zeitliche und thematische Abgrenzung die Möglichkeit, dass die TeilnehmerInnen einen Prozess von der Idee bis zur Umsetzung miterleben können.
In Kooperation mit Schulen werden zur Zeit Ideen für regelmäßige Beteiligungsformen entwickelt. Vorstellbar wäre, dass man immer wieder mit bestimmten Jahrgängen Workshops durchführt. So hätten viele SchülerInnen die Möglichkeit einen ersten Einblick in
Stadt- und Leitbildentwicklung zu bekommen.
Einmal im Jahr findet eine Kinderratssitzung statt. Hier haben die Kinder Gelegenheit sich direkt mit dem Bürgermeister auszutauschen und über die Themen zu sprechen, die sie bewegen. Alle Anregungen, Ideen und Kritik fließen in die Planungen unterschiedlicher Fachbereiche ein.


Öffentlichkeitsarbeit
Nähere Informationen z.B. zur Dokumentation der Ideenwerkstatt Innenstadt findet man auf der Homepage der Stadt Soltau.

Ausblick

  • weiterhin projektbezogene Beteiligung, vergleichbar mit der Ideenwerkstatt,
  • Einrichtung eines Jugendforums, Jugendparlamentes,
  • Ausbau von Spielplatzpatenschaften,
  • Entwicklung eines regelmäßigen Beteiligungsinstrumentes auf der Basis projektbezogener Arbeit, z.B. in Kooperation mit Schulen,
  • Kinderstadtplan,
  • Generationenübergreifende Spielorte.

 

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