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Modellkommunen
Übersicht der Modellkommunen: Rietberg

Spielleitplanung Rietberg


Organisation: Stadt Rietberg
Delbrücker Str. 1
33397
Rietberg
Nordrhein-Westfalen
Ansprechpartner: Herr Martin Hillemeyer
Website: http://www.rietberg.de/

Projektinhalt
Die Stadt Rietberg ist mit ca. 30.000 Einwohnern eine Mittelstadt im östlichen Westfalen. Es ist eine aufstrebende Gemeinde die entgegen dem Bundestrend Bevölkerungswachstum zu verzeichnen hat. Ihre Einbettung in eine landschaftlich reizvolle Umgebung, ihre neu entwickelten Strukturen wie z. B. das Familienzentrum und die Bürgerstiftung sowie ihre hoch engagierten und ambitionierten Entscheidungsträger sind gute Ausgangsbedingungen für eine Qualitätsoffensive zur Umsetzung einer kinder- und familienfreundlichen Stadt. Hinzu kam die Landesgartenschau in 2008, die als Großprojekt einen hohen Entwicklungsschub mit sich brachte und neben einem attraktiven, stadtteilverbindenden Mehrgenerationenpark mit Veranstaltungsstätten zahlreiche weitere Infrastrukturverbesserungen hinterließ.

Eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe zur Spielleitplanung innerhalb der Verwaltung gründete sich aus Mitgliedern des sozialen Bereiches und der Planungsabteilung. Auch der Bürgermeister nimmt an den Arbeitsgruppensitzungen teil.
Im weiteren Verlauf werden Kinder und Jugendliche aktiv in den Prozess eingebunden. Durch geeignete Beteiligungsmethoden wird ihr Blickwinkel auf ihre Stadt eingefangen und zusammen mit den planerischen Erhebungen des Planungsbüros Stadt-Kinder aus Dortmund bewertet.
Als Ergebnis entsteht ein sog. Spielleitplan, welcher beispielsweise Aussagen zur Sicherung, Weiterentwicklung und Neuschaffung von Flächen als Spiel-, Erlebnis- und Aufenthalträume, Maßnahmen zur Sicherung von Straßen sowie Wegenetze als Vernetzungselement enthält.


Projektdurchführung
Foto: Stadt Rietberg

Erste Aktion konnten bereits im Rahmen der Spielleit- planung durchgeführt werden. So gab es Ende 2006 eine Planungswerkstatt mit Kindern und Jugendlichen der weiterführenden Schulen zur Entwicklung des Neuenkirchener Parks, einer Teilfläche der Landes- gartenschau, Schüle der weiterführenden Schulen in Rietberg wurden befragt (mental map), in einer Auftaktveranstaltung am 19. März 2007 wurde das Verfahren Spielleitplanung zum ersten Mal öffentlich präsentiert.

Die Spielleitplanung ist auf die Mitwirkung von Initiativen, pädagogischen, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie Schulen als auch Eltern und aller Bürgerinnen und Bürger von Rietberg angewiesen. Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Spielleit- planung und somit an der Entwicklung einer kinder- und familienfreundlichen Stadt mitzuwirken.

Das Planungsbüro Stadt-Kinder hat aufbauend auf die Bestandserhebung und –bewertung und ergänzend zu den bisher diskutierten Starterprojekten Maßnahmen und Vorhaben entwickelt, die im sog. Spielleitplan dargestellt und in einer Matrix erläutert werden.

Aktuell läuft die Spielleitplanung weiter. Gerade wurde der mit Beteiligung der Schulgemeinde (Schüler-/Lehrer-/Elternschaft) umgestaltete Schulhof des Rietberger Gymnasiums der Öffent- lichkeit präsentiert. Umgestaltungen von Kinderspielplätzen mit Kinder-/Jugend-/Bürgerbeteili- gung und Planungswerkstätten laufen aktuell in zwei Rietberger Stadtteilen. Dabei wird auch des Planungsmobil der Spielleitplanung eingesetzt. In der AG-Verwaltung werden Möglichkeiten der Spielleitplanung besprochen. Die Koordinierung läuft weiterhin über das städtische Familienzentrum mit dem angeschlossenen Jugendhaus.


Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche werden aktiv in den Prozess eingebunden. Durch geeignete Beteiligungsmethoden wird ihr Blickwinkel auf ihre Stadt eingefangen und zusammen mit den planerischen Erhebungen bewertet.

Foto: Stadt Rietberg

Projektchronologie: Umsetzungsschritte
Ablauf:

  1. Bildung der Arbeitsgruppe
  2. Ende 2006: Planungswerkstatt mit Kindern und Jugendlichen
  3. 19.03.2007: Auftaktveranstaltung Spielleitplanung
  4. Sommerferien 2007: Streifzüge mit den Kindern
  5. ab Herbst 2007 zahlreiche Sitzungen der AG Bürger und der AG-Verwaltung innerhalb der Spielleitplanung
  6. Anfang 2008 Organigramm zur Spielleitplanung
  7. Frühjahr 2008 Entwicklung diverser Starterprojekte in den Rietberger Stadtteilen; Maßnahmenmatrix
  8. 2008 Entwicklung eines Logos für die Spielleitplanung und Anschaffung eines Planungsmobils
  9. 2009 Mittelbereitstellung für diverse Maßnahmen (Schulhofumgestaltung, Kirch- und Dorfplatzerneuerung, …) und Umsetzung von Projekten
  10. Diskussion weiterer Projekte (Emsufergestaltung; Aktionsfläche für Jugendliche; Jugendtreffpunkte; Spielplatzregelungen; …)
  11. Ende 2009 Verwaltungsseminar zur Verankerung der Spielleitplanung in den einzelnen Fachbereichen und zur Reflexion
  12. ab 2010 weitere Sitzungen der AG Verwaltung zur weiteren Wahrnehmung von Aufgaben der Spielleitplanung
  13. Mai 2010 Mitgliedschaft im „Bündnis Recht auf Spiel“ und große Mitmachaktion am „Weltspieltag“
Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt über die verschiedenen Aktionen, wo wir mit Flyern die Bewohner eines Sozialraumes oder die Schulgemeinde oder Bewohner eines größeren Wohnobjektes zur Beteiligung aufrufen. Daneben gibt es Berichte von den Projekten in der Tagespresse, Informa- tionen im Internet (Homepage der Stadt Rietberg), aber auch öffentlichkeitswirksame Veranstal- tungen wie den Weltspieltag, wo wir mit unserem Planungsmobil präsent waren und die Spiel- leitplanung vorgestellt haben.

Erfolge und Schwierigkeiten
Die Finanzierung der Spielleitplanung lief bisher über den städtischen Haushalt. Was die fachliche Begleitung durch das Büro stadtkinder (Dortmund) angeht, gab es eine Refinanzierung über Landesmittel. Die weitere Finanzierung der Spielleitplanung ist abgesehen von besonderen Projekten, die im Rahmen der Spielleitplanung entstanden sind, nicht gesondert im Haushalt ausgewiesen. Eine Begleitung diverser Projekte (Spielplatzgestaltungen, Gestaltungen von Umfeldern (Kirchplätzen, Treffpunkten und zahlreicher diverser anderer Maßnahmen) durch die Spielleitplanung kann im Rahmen der allgemein zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel dennoch vielfach erfolgen. Wichtig ist die Abstimmung der verschiedenen Verwaltungsteile und das Verständnis der Mitarbeiter und sonstigen Akteure für die Notwendigkeit und die positiven Möglichkeiten/Folgen der Spielleitplanung.

Ausblick
Foto: Stadt Rietberg

Die Spielleitplanung bleibt aber ständige Aufgabe mit Workshops, Planungswerkstätten, praktischen Beteili- gungsaktionen und vielen Projekten.
Wichtig ist dabei die strukturelle Sicherung (hauptamt- liche und ehrenamtliche Mitarbeiter, Gremien, finanzielle Ressourcen, Fortbildungen, Gestaltungsfreiräume, …).
Sicherlich wird die Spielleitplanung Rietberg für eine familienfreundlichere Orientierung in der Stadt Rietberg beitragen und deutliche Spuren hinterlassen (z. B. bei der Sicherung von Freiflächen für Ballspiele, bei der Entwicklung eines attraktiven, zentralen Spielbereiches; bei der Öffnung von naturräumlichen Erfahrungs- bereichen wie Waldflächen und der Zugang zu Fließgewässern, Schaffung von innerstädtischen Begegnungs- und Aufenthaltsräumen beispielsweise als Mehrgenerationenplatz.

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